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Monday, 11. December 2017

Die Leistung/Hochleistung und die Massen

Die Leistung:
Der neue Doppelsitzer mit Sitzen in Tandem-Anordnung sollte möglichst viel können. Gedacht war an den Einsatz als Schulflugzeug, für das Streckenflugtraining und den Leistungsflug.
Mittels unterschiedlicher Außenflügel kann dazu die Spannweite von 18,0m über 19,0m bis 20m und 21m variiert werden.
Die gerechnete beste Gleitzahl reicht für diese Versionen von 46 bis 50 bei 100 bis 110km/h.


Die Massen:
Dem Gewicht der LS11 schenkten die Konstrukteure nicht allein zugunsten eines leichten Bodenhandlings besonderes Augenmerk. Durch den Rückgriff auf einen an der Wurzel vergrößerten Einsitzerflügel steht nur eine relativ kleine Flügelfläche zur Verfügung. Um eine vernünftige minimale Flächenbelastung (38kg/m2) zu erzielen, wurde deshalb für die kleinste Version mit 18,0m Spannweite und 13,3m2 Flügelfläche eine Rüstmasse von 360kg angestrebt.
Das ist nicht erreicht worden, was aber für Prototypen normal ist. 
Aber mit dem hohem Leergewicht von 480kg haben wir schon die Masse der motorisierten Version der LS11M im Test.
Ein zweites Flugzeug in der Segelflugversion wird sehr viel leichter.


Die Hochleistung:
Um die größte Flächenbelastung (55kg/m2) erzielen zu können, sind Wassersäcke in den Flügeln mit  einem Fassungsvermögen von 130kg Wasser eingebaut (oder 160kg Wasser, je nach Ballastsystem). Gleich zwei Tanks in der Seitenleitwerksflosse dienen der Optimierung des Schwerpunkts. So können einmal Schwerpunktverschiebungen aufgrund von Wasserballast (Schwerpunkt verschiebt sich ca. 70mm nach vorne) in den Flächentanks, zum anderen durch die Besetzung mit zwei schweren Piloten ausgeglichen werden.
In der Erprobung haben wir mit der Spannweite von 18m diese Flächenbelastung schon erreicht.
Vorne 95kg, hinten 125kg und 20kg Heckwasser.
Abflugmasse = 720kg.
Flächenbelastung ca. 54kg/m2.

Die hohe Flächenbelastung ist in der Flugerprobung bis jetzt nicht auffällig gewesen.