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Monday, 11. December 2017

Das Große, Neue und Ausgefallene

Das Neue:
Der LS11 Rumpf ist bei uns entstanden. Hier musste vom Cockpit bis zum Leitwerk allerdings sehr viel neu konstruiert werden. Einige Baugruppen konnten dennoch übernommen werden, so der Leitwerksträger von der LS4 (ist auch von der LS9 verwendbar) und das Leitwerkskonzept der LS8.
Das Höhenleitwerk entstand als ein in der Spannweite innen vergrößertes LS8-Leitwerk. Zwischenstück und Höhenruder entstanden in eigenen Formen. Das Seitenleitwerk wurde mit einer Verlängerung des Leitwerksträgers und in der Höhe unten modifiziert, wodurch sich eine größere Tiefe ergibt. Auch dies entstand in eigenen Formen. Die Höhe wurde damit in einer für die Leitwerksmontage komfortablen Höhe gehalten.

Das Große:
Die Auslegung des Cockpits (gefertigt in CFK und Aramid) richteten wir (die Akaflieger) ganz konsequent auf die Aufnahme von 2-Meter-Piloten aus.
Sie finden jetzt tatsächlich bequem Platz, ohne sich gegenseitig mit Füßen und Ellbogen zu stören.
Und es können 240kg eingeladen werden. Dabei entspricht der vordere  und hintere Platz dem in der LS4.

Das Ausgefallene:
Die große Haube ist einteilig ausgeführt und trägt beide Instrumentenpilze. Sie öffnet AKAFLIEG-KÖLN-typisch nach hinten oben und wird mittels dreier Gasdruckfedern schwebend gehalten (Federkraft = 4500N).
Die Alltagstauglichkeit dieses für solch große Hauben sehr ungewöhnlichen Klappkonzepts hat die Akaflieg mit Modifikationen dreier SF-34 bereits bewiesen. Der Gelenkarm, ein CFK-Teil, ist so ausgeführt, dass er am Boden auch bei einem Wind von 75 km/h noch hält, im Notöffnungsfall im Flug aber bricht, denn dann muss die Haube wegfliegen und den Notausstieg aus dem Cockpit völlig freigeben. Die viel schwächeren Leitungsstränge zu den Instrumenten-Panels werden bei den dann auftretenden Kräften über Kupplungen  getrennt (Friebestecker für die Schläuche ohne Verschraubung,VW-Stecker für den Strom und Buchsenstecker ohne Sicherung für die Antenne). Die Notabwurf-Funktionssicherheit wurde am Boden erfolgreich getestet. Ein Bruchversuch  für das Haubengelenk nach Vorgabe  des LBA führte zu der EMZ .